1. Mai in Finsterwalde

Bündnisgrüne aus Elbe-Elster mit der Landesvorsitzenden Juliana Meyer

Herrlicher Sonnenschein lockte am Freitag viele Gäste zum Stadtfest mit Kundgebung auf den Markt nach Finsterwalde. Neben Freigetränken und freier Verpflegung (Spenden waren willkommen) gab es auch Äpfel, an deren Verteilung sich kindliche Helfer spontan beteiligten. Was kann schöner sein? Für die Kinder war eine Hüpfburg da, dazu Familienspiele und Malkreide. Wem der Sinn nach etwas Süßem stand konnte sich bei Freiraum e. V. aus Elsterwerda bedienen, die mit mehreren Frauen aus arabischen Ländern leckeres Gebäck anboten. Dazu Livemusik und Tanzvorführungen.

Der Tag der Arbeit äußerte sich in einer ganzen Reihe großartiger Reden von Linken, SPD, DGB und natürlich von uns Bündnisgrünen. Unsere Landesvorsitzende Juliana Meyer wies auf prekäre Arbeitsverhältnisse im sozialen Bereich hin, die häufig auf 1-Jahres-Verträgen beruhten. Der Wegfall freiwilliger Leistungen schwäche den sozialen Zusammenhalt, den wir dringend brauchen. Sie fordert eine gerechte Finanzierung und sichere Arbeitsplätze:

  • Vollzeit‑Stellen mit tarifgebundenen Löhnen, die mindestens 60 % des mittleren Einkommens betragen.
  • Stärkung der Tarifbindung und eine allgemeine Verbindlichkeit von Tarifverträgen.
  • Die Einführung eines Tariftreue‑Gesetzes mit niedrigeren Schwellenwerten.
  • Gerechte Finanzierung des Sozialstaats durch eine progressive Vermögens‑ und Erbschaftsbesteuerung.
  • Sicherung der Renten‑ und Gesundheitssysteme ohne Erhöhung des Renteneintrittsalters.

Die brandenburgischen Landesgrünen werden in Bündnissen, Beschäftigtenvertretungen, Gewerkschaften und Kommunen Druck machen, um den Sozialstaat zu verteidigen, faire Arbeitsbedingungen zu schaffen und die Zukunft unserer Kinder zu sichern, sagt Juliana, die selbst ver.di-Mitglied ist.

Erwähnen möchte ich auch die kraftvolle Rede von Anja Traube, die als Betriebsrätin bei Mineralquellen und NGG-Mitglied sprach.

Das Fest in Finsterwalde ist das größte seiner Art in Südbrandenburg. Es wurde gemeinsam von Linken, Bündnisgrünen, SPD und DGB organisiert, untereinander auf Augenhöhe und zum Wohl der Stadt. Wir dürfen stolz darauf sein.